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After The Wedding
USA 2019 / 110 Minuten /
Zwischen Isabel (Michelle Williams) und Theresa (Julianne Moore) liegen Welten. Während Isabel jeden Tag für den Erhalt eines Waisenhauses in Kalkutta kämpft, kennt die Multimillionärin Theresa solche Probleme nur aus der Zeitung. Trotzdem will sie Isabels Lebenswerk vor der Schließung retten und bietet ihr eine großzügige Summe Geld an. Einzige Bedingung ist ein persönliches Kennenlernen in New York. Nur widerwillig macht sich Isabel auf den Weg und trifft mitten in den Hochzeitsvorbereitungen von Theresas 21-jähriger Tochter Grace (Abby Quinn) in New York ein.

 

 

Es ist ja schon ein bisschen schizophren. Alle Welt schreit nach mehr frischen Ansätzen im Kino – aber wehe, jemand besetzt eine ursprünglich männliche Rolle mit einer Frau, dann läuft inzwischen immer wieder derselbe Shitstorm-Automatismus ab. Neue Perspektiven? Gerne, solange es die eigenen sind. Aber so sehr die Verselbstständigung und Verengung der Diskussion auch nervt, heißt das auf der anderen Seite natürlich genauso wenig, dass ein Geschlechtertausch automatisch zu einem positiven Ergebnis führt. So ist es zwar auf dem Papier durchaus vielversprechend, dass Bart Freundlich („Lieber verliebt“) die Hauptrollen in seinem englischsprachigen Remake von Susanne Biers „Nach der Hochzeit“ (2007 als Bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert) mit Michelle Williams und seiner Ehefrau Julianne Moore in den Rollen von Mads Mikkelsen und Rolf Lassgård besetzt hat. Dieser Geschlechtertausch (hier zur Abwechslung auch mal in einem Arthouse-Film) führt auch tatsächlich zu einer ganz anderen Dynamik, die vor allem für Kenner des Originals eine Zeit lang wirklich reizvoll ist. Aber das gilt leider in „After The Wedding“ nur bis zu einem gewissen Punkt.

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