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Deutschstunde
Drama. Deutschland 2019| 125 Minuten|
Regie: Christian Schwochow
Mit: Levi Eisenblätter
Die Deutschen und ihr Gehorsam … ein Thema, das sich durch die Jahrhunderte zieht. In der Verfilmung eines Romans von Siegfried Lenz spielt sich der Konflikt zwischen Pflicht und Neigung in der NS-Zeit ab.

 

 

Die Freuden der Pflicht“ ist das Thema eines Aufsatzes, den Siggi Jepsen kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verfassen soll – doch er gibt ein leeres Heft ab, weil ihm nichts dazu einfällt. Daraufhin landet der Insasse einer Besserungsanstalt in „Einzelverwahrung“ und schreibt dort die Erinnerungen an seine Kindheit während der Nazizeit in Schleswig-Holstein nieder. Damals sollte sein Vater, ein Polizist, einem expressionistischen Maler ein Berufsverbot überbringen. Der pflichtbewusste Beamte will sogar seinen jungen Sohn als Spitzel gegen den Künstler einsetzen, doch der Bub schlägt sich nach einer ernsthaften Auseinandersetzung mit seinem Gewissen auf 
die Seite des Malers und erweist sich eben dadurch als „schwererziehbar“.

Der gleichnamige Roman von Siegfried Lenz ist im Nachbarland mittlerweile Thema vieler Deutschstunden und behandelt den klassischen Konflikt zwischen Pflichterfüllung und Individualismus. Deutschstunde wurde bereits 1971 als Fernseh-Zweiteiler verfilmt und landet jetzt unter der Regie von Christian Schwochow erstmals im Kino – in kühlen Grautönen 
und mit extralangen Einstellungen. Tobias Moretti spielt den verfemten, „entarteten“ Künstler Max Nansen, Levis Eisenblätter und Tom Gronau geben den jungen respektive älteren Siggi.

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