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Stadt ohne Juden
Stummfilm |SW |
Der Staat Utopia wird von Arbeitslosigkeit und einer rasch fortschreitenden Inflation heimgesucht. Während die Lebensmittelpreise explodieren, demonstrieren die Massen in den Straßen. Die antisemitischen Großdeutschen, allen voran die beiden Abgeordneten Rat Bernart und Volbert, nehmen diese Situation zum Anlass, den Juden die Schuld an der Misere zu geben. In einer Parlamentssitzung wird ihre Ausweisung beschlossen ... Der Stummfilm DIE STADT OHNE JUDEN gilt heute als eine der wichtigsten österreichischen Produktionen der Zwischenkriegsjahre. Als erstes filmisches Dokument gegen den Antisemitismus zeigt er in beklemmender Voraussicht die kulturelle und wirtschaftliche Verarmung einer Stadt nach Vertreibung der

 

Der Stummfilm DIE STADT OHNE JUDEN gilt heute als eine der wichtigsten österreichischen Produktionen der Zwischenkriegsjahre. Als erstes filmisches Dokument gegen den Antisemitismus zeigt er in beklemmender Voraussicht die kulturelle und wirtschaftliche Verarmung einer Stadt nach Vertreibung der

ab 9. November - rechtzeitig vor dem 100. Geburtstag der Republik Österreich, kehrt einer der aufsehenerregendsten und bis heute brisantesten Filme der 1. Republik zurück in die Kinos: DIE STADT OHNE JUDEN aus dem Jahr 1924 und nach dem gleichnamigen Roman von Hugo Bettauer. Sowohl der Film als auch seine Literaturvorlage erweisen sich in gewissem Sinne als nahezu prophetisch, nehmen sie doch die kulturelle und wirtschaftliche Verarmung einer Gesellschaft nach der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung voraus und zeigen diese in Bildern, die jenen der Shoah nur wenige Jahre später erschreckend nahe kommen. Dem Filmarchiv Austria ist es durch einen Zufallsfund auf einem Pariser Flohmarkt und einer darauffolgenden beispiellosen Crowdfunding-Kampagne - der bis dato erfolgreichsten im Kulturbereich in Österreich - gelungen, wesentliche verloren geglaubte Schlüsselszenen in den Film zu integrieren und ihn aufwändig und sorgfältig zu restaurieren.

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