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Die Abenteuer des Rabbi Jakob
Komödie| Frankreich 1973| 95 Minuten|
Regie: Gérard Oury
Mit: Miou-Miou, Louis de Funès, Suzy Delair
Manche meinen ja, Frankreichs größter Komiker sei Jacques Chirac. Stimmt nicht. Es ist immer noch Louis de Funès.
Ein kleiner, hektischer Kerl, der ständig an der Grenze des Herzinfarktes balanciert, mit seiner wilden Gestik sogar einen Felsen nervös macht und dessen Gesichtsausdruck sich auf der Skala von "leicht überfordert" über "schwer genervt" bis "völlig aus dem Häuschen" rasend schnell auf und ab bewegt: Das war Louis de Funès, Held zahlloser herrlicher Slapstick-Komödien, von denen so manche mehr an Situationskomik, Storyline und Dialogregie-Geniestreichen enthält als zehn Hollywood-Lachfetzen zusammengenommen. Gott sei Dank müssen diese Perlen des leichten Kinos nicht komplett in den Untiefen des TV-Sonntagnachmittags verschwinden.

Di. 14.8. um 17.45 Uhr
Von: Georgia Wyss
Genres :Dokumentation, Musik
Produktionsländer: Spanien, Deutschland

Mit Die Abenteuer des Rabbi Jacob kommt jetzt einer der schönsten de-Funès-Filme wieder ins Kino! Louis spielt hier den steinreichen Fabrikanten Victor Pivert, engstirnig und rassistisch, der auf dem Weg zur Trauung seiner Tochter ausgerechnet vom arabischen Oppositionspolitiker Slimane als Geisel genommen wird, der wiederum von einem Killerkommando aus seiner Heimat verfolgt wird. Auf der Flucht vor der Polizei, die leider nicht so zwischen Geiselnehmer, Geisel und Killer unterscheidet, wie das Pivert gerne hätte, verkleiden sich die beiden, um die gefährlichen Verfolger zu verwirren, als jüdische Rabbiner - und werden in Paris prompt für den berühmten Rabbi Jacob und seinen Schüler gehalten und von der orthodoxen jüdischen Gemeinde begeistert empfangen. Nun ist das Chaos perfekt: Der Rassist Pivert steckt völlig überrumpelt als Freund eines Arabers mitten in jüdischen Feierlichkeiten, dazwischen ruft noch ständig Piverts keifende Frau am Autotelefon an, der man die Situation natürlich nicht wirklich plausibel näherbringen kann, und das Fräulein Tochter scheint auch nur Schwierigkeiten zu machen. Kurz: ein absoluter Wahnsinn für den armen Louis - dafür der maximale Genuß fürs Kinopublikum. Gut festhalten und genießen!

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