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Flüstern des Wassers
The Shape Of Water
Abenteuer, Drama, Fantasy| USA 2017| 123 Minuten|
Regie: Guillermo del Toro
Mit: Sally Hawkins, Michael Shannon, Michael Stuhlbarg
Amore mit Aquaman: In seinem vielfach preisgekrönten Fantasy-Drama zaubert Guillermo del Toro (Pans Labyrinth) die außergewöhnliche Beziehung zwischen einer stummen Putzfrau (Sally Hawkins) und einem mythischen Amphibienwesen gewohnt bildbrillant und betont herzensgebildet auf die Leinwand. Sagenhaft gut.

Titel: Shape Of Water - Das Flüstern des Wassers
Originaltitel :The Shape Of Water
Genre: Abenteuer/Drama/Fantasy
Land, Jahr: USA, 2017
Länge: 123 Minuten
Regie: Guillermo del Toro
Drehbuch: Guillermo del Toro, Vanessa Taylor
Darsteller: Sally Hawkins, Michael Shannon, Michael Stuhlbarg, Doug Jones, Octavia Spencer, Richard Jenkins

Es ist 1963 und der Kalte Krieg in einer besonders heißen Phase. Geheimnisse, Paranoia, wohin man schaut – und allemal speziell dort, wohin man nicht schaut: Es ist ein Top-Secret-Forschungslabor des US-Militärs, in dem die stumme Mexikanerin Elisa (Sally Hawkins) tagein, tagaus putzt, fegt und schrubbt. Doch auch die allerstrengste Geheimhaltung kann nicht verhindern, dass sie und ihre Kollegin Zelda (Octavia Spencer) etwas mitbekommen, das bestimmt nicht für ihre Augen bestimmt ist: die Forschung an einem fabelhaften Fischwesen (Doug Jones), das in Ketten gelegt in gigantischen Wannen und Tanks gehalten wird. Elisa ist umgehend fasziniert vom Amphibienkerl aus dem Amazonas und nach anfänglichem gegenseitigen Beschnuppern entwickelt sich schließlich Annäherung, Zuneigung, Liebe. Keine Minute zu früh beschließt sie, ihren Herzenswassermann aus dessen Gefangenschaft zu befreien. Schließlich schmiedet der stark patriotisch getriebene Laborleiter Strickland (Michael Shannon) bereits sinistre Pläne: um die Selbstheilungskräfte des Geschöpfs im möglichen Kriegsfall nutzen zu können, möchte er selbiges bei lebendigem Leib sezieren …

b_150_100_16777215_00_images_stories_fluestern_fluestern1.jpg b_150_100_16777215_00_images_stories_fluestern_fluestern2.jpg b_150_100_16777215_00_images_stories_fluestern_fluestern3.jpg

Wer ist dabei?

Guillermo del Toro ist zweifelsohne der begnadetste Düstermärchenonkel des Gegenwartskinos – schlag und sieh nach bei fantastischen Meilensteinen von Pans Labyrinth bis Crimson Peak. Mit dieser Variation des Die Schöne und das Biest-Motivs ist der mexikanische Filmemacher nun vorläufig am Zenit seiner Schaffenskraft angekommen. Davon kündet nicht zuletzt der von Venedig bis zu den Globes reichende Auszeichnungsreigen, der höchstwahrscheinlich auch bei den Oscars nicht enden wird. Ebenfalls maßgeblich ausschlaggebend für den Erfolgslauf ist die unvergleichliche Sally Hawkins in der Hauptrolle.

Was wird geboten?

Während man sich womöglich noch den Kopf darüber zerbricht, ob man es hier eher mit einem Fantasy-Thriller, einem Spionage-Drama oder einer RomCom mit Musical-Mehrwert zu tun haben könnte, hat das Herz ohnehin schon längst das Kommando übernommen und sich vollends bezaubern lassen von diesem wunderbar weirden, visuell berauschenden Plädoyer für die Liebe in all ihren Formen und Spielarten.