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Good Boys
Komödie| USA 2019| 89 Minuten|
Regie: Lee Eisenberg, Gene Stupnitsky
Mit: Jacob Tremblay
Eigentlich wollten der zwölfjährige Max (Jacob Trembley) und seine zwei besten Freunde nur wissen, wie man schmust. Etliche Hoppalas später haben sie eine sündteure Drohne auf dem Gewissen, während sie um einige verbotene Pillen in ihren Taschen reicher sind ...

 

Sie sind ziemlich beste Freunde und im Grunde auch ziemlich gute Jungs – zumindest bisher: Doch Max (Jacob Tremblay), Thor (Brady Noon) und Lucas (Keith L. Williams) sind eben auch im heiklen Alter von 12 – und da beginnt das Leben ja erst damit, einen vor bisher ungekannte, spannende, auch beängstigende Challenges zu stellen. Sachen wie eine Party etwa, auf der es höchstwahrscheinlich zu Schmusereien kommen wird und zu der die Junior High-Kids überraschend eingeladen worden sind. Da gilt es nun kühlen Kopf zu bewahren und erst mal in Erfahrung zu bringen, was es mit der Kunst des Küssens überhaupt auf sich hat. Die Recherche im Netz bringt da zwar manche Aufschlüsse, die freilich weit über das hinausgehen, was die Jungs in Erfahrung bringen wollten. Nachdem sich das Knutschen auch mit anderen Mitteln nur untauglich lernen lässt, schicken sie die Drohne von Max’ Dad (Will Forte) in die Lüfte, um sich bei den gewiss züngelnden Nachbar-Teen-Mädels etwas abschauen zu können. Das Unterfangen geht fürchterlich schief und mündet in die Einkassierung des teuren Teils. In der allgemeinen Aufregung geraten Max und Co. wiederum in den ungeplanten Besitz einer Tasche ebenjener Girls, die mit Ecstasy-Pillen gefüllt ist: der Startschuss für eine aberwitzige Odyssee, die die drei Sechstklässler quer durch Los Angeles führen wird. Ob sie es bei all der Aufregung noch rechtzeitig zum eigentlichen Ziel des Abends, der sagenumwobenen Schmuseparty, schaffen?

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Dass das immer noch köstliche Seth Rogen/Jonah Hill-Vehikel Superbad für diese turboturbulente Reise durch die Nacht Pate stand, darauf hätte einen die Marketing-Kampagne nicht extra hinweisen müssen – das erklärt sich aus Set-up und einschlägigem Schmäh nahezu von selbst. Nur dass es hier eben noch keine aufgeganselten Teenager sind, mit denen das Mundwerk im Eifer des geilen Gefechts zusehends durchgeht, sondern jene, denen das erst noch unmittelbar bevorsteht. Bei all dem durch die Umstände nicht immer altersgemäßen Vulgärhumor, der hier mit Tempo und Energie auf den Zuschauer zum Gaudium desselben einprasselt, gelingt es Regiedebütant Gene Stupnitsky aber, den verwirrenden, stets mit neuen Entdeckungen aufwartenden, hoppalaträchtigen Alltag zwölfjähriger Boys auch mit reichlich Herz und Einfühlungsvermögen zu begegnen.