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Kalte Füße
Komödie| Deutschland 2018| 100 Minuten|
Regie: Wolfgang Groos
Mit: Emilio Sakraya, Heiner Lauterbach, Sonja Gerhardt
Kammerspiel im Schnee. Ein sprachloser Schlaganfallpatient, seine Enkelin von der Polizei und ein junger Einbrecher, den sie für seinen Pfleger hält, werden von einem Schneesturm im Haus eingesperrt. Witzig-skurriles Katz-und-Maus-Spiel mit Heiner Lauterbach.

 

 

Ein Unglück kommt selten allein. Bei Denis (Emilio Sakraya) kommen sie in der Familienpackung. Abgebrannt, chancenlos und beladen mit einem riesigen Sack voll nerviger Probleme, empfindet sich der Junge als vom Leben zusehends an die Wand gedrängt. Da muss eine Lösung her, und sie scheint sich zu finden in einem Niedrigrisiko-Einbruchsdiebstahl; als geeignetes Objekt hätte sich bereits die abgelegene Villa eines reichen Behinderten gefunden. Aber als Denis zur Tat schreitet, wird er überraschend gestellt. Sein Glück, dass er nicht für einen gemeinen Dieb, sondern für den neuen Pfleger des Besitzers gehalten wird: Raimund (Heiner Lauterbach), Eigentümer der Villa, hat seit einem Schlaganfall seine Sprache verloren und ist an den Rollstuhl gefesselt. Und so spielt Denis fürs Erste mit. Die Sache spitzt sich zu, als auch noch Raimunds Enkeltochter Charlotte (Sonja Gerhardt) auftaucht, die zwar nicht sogleich Verdacht schöpft, aber zumindest Polizistin ist. Denis setzt auf eine baldige Flucht und denkt sich nichts dabei. Dann zieht ein Sturm auf, das Trio wird in der Villa eingeschneit, und in der Zwischenzeit hat Raimund das patscherte Spiel von Denis längst durchschaut.

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Wer ist dabei?
Die deutsch-österreichische Co-Produktion erweist sich besetzungstechnisch als absoluter Glücksgriff: Die ja bereits im Film Heilstätten erprobte Chemie zwischen Sakraya und Gerhardt ist auch hier ein Selbstläufer; altgediente Veredelung kommt von Heiner Lauterbach, und aus den südlichen Alpen sickert mit Michael Ostrowski eine zeitlose, unvermeidlich komische Beständigkeit ein.

Was wird geboten?
Regisseur Wolfgang Groos dürfte bei Billy Wilder zur Schule gegangen sein: Mit leichthändiger Beiläufigkeit wird hier ein Gag-Feuerwerk entfacht, das sich vom amüsanten Schneeball zu einem Zwerchfell-Lawinenabgang entwickelt. Mehrmals ansehen wärmstens empfohlen!