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Leuchten der Erinnerung
Abenteuer, Drama, Liebesfilm | Frankreich, Italien 2017|
Regie: Paolo Virzì
Mit: Helen Mirren, Donald Sutherland
Zielgerade. Die Altstars Helen Mirren (The Queen) und Donald Sutherland (Die Tribute von Panem) schnappen sich ihr Wohnmobil namens The Leisure Seeker und brettern damit ein letztes Mal in den Urlaub.

Mo. 15.1. um 19.30 Uhr

Do. 18.1. um 19.30 Uhr

Fr. 19.1. bis So. 21.1. täglich um 18.30 Uhr

Mi. 24.1. um 17.30 Uhr

Titel : Leuchten der Erinnerung
Originaltitel : The Leisure Seeker
Genre : Abenteuer/Drama/Liebesfilm
Land, Jahr : Frankreich/Italien, 2017
Regie : Paolo Virzì
Darsteller : Helen Mirren, Donald Sutherland

Sohnemann Will (Christian McKay) kann es nicht fassen, als er feststellen muss, dass Mutter Ella (Helen Mirren) und der an Alzheimer erkrankte Vater John Spencer (Donald Sutherland) mitsamt dem alten Wohnmobil, einem Winnebago Jahrgang 1975, verschwunden sind. Auch Schwester Jane (Janel Moloney) hat nicht mehr Informationen. Ella möchte ein langjähriges Versprechen einlösen und mit ihrem Mann von Boston bis zum Haus seines Lieblingsschriftstellers Ernest Hemingway in Key West cruisen. Hätte sie ihre Verwandtschaft um Erlaubnis gefragt, wäre sie wohl für verrückt erklärt worden. Auf ihrer Reise schwelgen die beiden in Erinnerungen an frühere Tage und erleben diverse kleinere Abenteuer, die vor allem der immer wieder plötzlich auftretenden Vergesslichkeit Johns geschuldet sind.

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Für seine Adaption von Michael Zadoorians Roman The Leisure Seeker, was etwa so viel heißt wie „Freizeitsuchender“, konnte sich der italienische Regisseur Paolo Virzi (Das ganze Leben liegt vor dir) komplett auf das Zusammenspiel seiner beiden Hauptdarsteller verlassen, die so wirken, als wären sie selbst schon einige Jahrzehnte miteinander verheiratet. Donald Sutherlands realistische Darstellung eines Demenzkranken zeigt zudem die ganze Bandbreite dieses noch immer unheilbaren Geschwürs von einer Krankheit. Helen Mirren überzeugt als redselige Ella, die zwar mit der Bürde ihres schwerkranken Manns nach außen hin gekonnt umgeht, am Endes des Tages aber schwer mit der Belastung zu kämpfen hat.

Paolo Virzis detailverliebte Inszenierung gepaart mit dem großartigen Hauptdarstellergespann bedient Tränendrüsen und Lachmuskeln gleichermaßen. Längen halten sich trotz einer Laufzeit von knapp zwei Stunden dank überraschender Twists in Grenzen. Besonders die kleineren Momente, in denen das seit Dekaden verheiratete Ehepaar unterwegs Geschichten von damals erzählt, machen Das Leuchten der Erinnerung zu einem feinfühligen Roadmovie. Und spätestens, wenn am Ende Janis Joplins Me and Bobby McGee ertönt, sollte man die Taschentücher parat haben.